Wie alles begann
Ich wurde am 19.12.67 als letztes von fünf Kindern in dem kleinen Ort Rückersbach bei Johannesberg geboren. Als ich im Alter von 16 Jahren mein freiwilliges soziales Jahr im Kreiskrankenhaus Wasserlos absolviert hatte, war mir absolut klar, dass der medizinische Bereich der ist, in dem ich arbeiten wollte. Deshalb begann ich danach eine Ausbildung zur Arzthelferin, die ich 1986 erfolgreich abschloss.
Mit einigen Unterbrechungen wegen Mutterschaft bin ich meinem Beruf treu geblieben, bis ich eines Tages das Gefühl hatte, in diesem Bereich nichts mehr geben zu können. Ich habe dann einen Ausflug in den Computerbereich gemacht, der mich aber nicht im erhofften Maße befriedigen konnte.
Erst durch den Kontakt mit den Hebammen während ich mich in meiner dritten Schwangerschaft auf eine Hausgeburt vorbereitete, wurde mir der ganzheitliche Aspekt in der Medizin bewusst.
Und jetzt wusste ich auch, warum ich das Gefühl hatte, nichts mehr geben zu können. Für mich war der Ansatz falsch. Der einzige Weg, einen Menschen wirklich zu heilen besteht nicht darin, gegen die Krankheit zu kämpfen, sondern die Sprache der Symptome verstehen zu lernen. Sie tauschen ja auch nicht das Warnlämpchen der Tankanzeige aus, wenn es blinkt? Symptome, z.B. Schmerzen, sind nichts anderes als Warnlämpchen, die es verdienen, registriert zu werden.
Mit der bekannten Angst vor der eigenen Courage begann ich also meine Heilpraktikerausbildung, die mir neue Welten eröffnet hat. Tiefe Ehrfurcht vor einem so erstaunlichen und perfekten Gebilde, wie der menschliche Körper eines ist.
Ich habe damals vieles begonnen und vieles aufgehört.
Ich habe begonnen, Wasser zu trinken (Stilles!) und aufgehört zu rauchen. Ich habe begonnen, meinem Körper zu vertrauen und aufgehört, ihn als selbstverständlich-funktionieren-müssen zu sehen. Ich habe begonnen, die Sprache der Symptome zu erlernen und aufgehört, meinem Körper diese Möglichkeit der Kommunikation zu nehmen, indem ich die Symptome unterdrücke. Ich habe begonnen, den Körper als Ganzes zu sehen und aufgehört zu glauben, man könne etwas erkennen, wenn man irgendetwas einzeln betrachtet. Ich habe begonnen, zwischen den Zeilen zu lesen und aufgehört, nur das zu glauben, was unsere heutige Wissenschaft beweisen kann.
Im November 2004 habe ich meine amtsärztliche Überprüfung in Würzburg bestanden. Im Anschluss daran habe ich in der Lehrstätte Hanne Marquardt die Ausbildung in der Reflexzonentherapie am Fuß, am hessischen Fachseminar die Ausbildung in der Wirbelsäulentherapie nach Dorn/Breuß gemacht und eine Homöopathieausbildung begonnen.
Ich bin Mitglied im Fachverband Deutscher Heilpraktiker.